Römisch-Katholische Pfarrkirche

Die röm. kath. Pfarrkirche, ist der hl. Katharina v. Alexandrien geweiht und wurde in der Zeit von Graf Adam I. Batthyány um das Jahr 1654 erbaut. Sie wurde auf dem Platz errichtet, wo die alte Margarethen – Pfarrkirche stand, die bei der Türkenbelagerung von Güns 1532 zerstört worden war. Sie verfügt über einen wunderbaren frühbarocken Hochaltar mit dem Bild der Hl. Katharina, sowie einen Kreuzaltar und einen Marienaltar. Außerdem gibt es noch eine schön gearbeitete Kanzel. Die von dem Grazer Maler Prof. Silberbauer an den Seitenwänden ausgeführten Fresken, stammen aus dem Jahr 1935. Vor der Kirche, über dem Haupteingang, befindet sich das Wappen der Familie Batthyány aus dem 17. Jahrhundert. Vor dem Hauptportal steht eine Säule mit dem Standbild der "schmerzhaften Mutter". Verschiedene Kapellen und Bildstöcke im Ort und im Weingebirge, laden zum Wandern ein.

Evangelische A.B. Pfarrkirche

1781 begannen die Rechnitzer Protestanten mit dem Bau der Kirche, mit dem Haupteingang an der Seite, das den Evangelischen die freie Religionsausübung gestattete. Im September 1783 konnte der erste evangelische Gottesdienst, nach der Gegenreformation gefeiert werden. 1813 wurde ein neuer Altar mit einem Altarbild angefertigt werden, das "Christus am Ölberg" darstellt. 1838 wurden die ersten Glocken angekauft. Sie durften damals aber nur auf einen Glockenstuhl aufgezogen werden.
Mit dem weiteren Kirchenausbau wurde 1853 begonnen, die Kirche erhielt ihr heutiges Aussehen mit Fassade, Treppenhaus, neugotischem Turm und Fenstern. Der Haupteingang durfte nun an der Hochstraße liegen. Während des Ersten Weltkrieges wurden die Glocken requiriert und erst 1926 konnten neue Glocken angeschafft werden. Auch im Zweiten Weltkrieg wurden die Glocken beschlagnahmt und erst 1954 konnten drei neue Glocken bestellt werden. 1971/72 wurde eine große Kirchenrenovierung durchgeführt und 1996 erfolgte die Sanierung des Kirchturmes.

Schlosspark

Der schöne große Park im Zentrum von Rechnitz, der ehemalige Schlosspark, ist ein Wohlfühlort zum Erholen. Seltene alte Baumriesen, Kastanienalleen, gepflegter Rasen und ein Springbrunnen in der Mitte laden zum Verweilen ein. 1968 wurde ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen beider Weltkriege errichtet, bei dem jedes Jahr zu Allerheiligen, eine eindrucksvolle Gedenkfeier stattfindet. In dem durch die Schulgasse getrennten Im südlichen Teil des Parks (getrennt durch die Schulgasse) befinden sich Tennisplätze, ein Teich und wieder aufgestellte Reste des Mausoleums der Familie Sajbély, das gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört wurde. Als ortsspezifisches Projekt des Naturparks Geschriebenstein, errichtete die Gemeinde in diesem Teil des Parks ein "Kulturwäldchen", das verschiedene kulturelle Besonderheiten zeigen soll.

Bachblüten-Kraftpark

Der "Bachblüten-Kraftpark", eine weltweit einzigartige Naturanlage im Schlosspark, wurde 2007 in Zusammenarbeit mit der internationalen Bach-Blüten-Expertin Mechthild Scheffer, von der Gemeinde Rechnitz angelegt. Hier kann man spielerisch, doch sehr gezielt, positive Gefühle aufbauen und dadurch seinen Charakter stärken.

Aussichtsturm am Geschriebenstein

1891 wurde auf dem Geschriebenstein, von der Gemeinde Güns, ein Holzturm („Arpád Turm“) errichtet. 1913 erbaute die Gemeinde Rechnitz die heute noch erhaltene Aussichtswarte aus Stein, genau an der Staatsgrenze. Initiator war der Steuernotar Ladislaus Gullner, Baumeister war der Rechnitzer Josef Varga. Seit dem Fall des "Eisernen Vorhangs" ist der Aussichtsturm, wie in früheren Zeiten, wieder ein sehr gern besuchter Ausflugsort. Im Sommer 2001 wurde an der Vorderseite wieder eine Sonnenuhr angebracht.

Badesee

In den Jahren 1961 bis 1964 wurde der erste künstliche Badestausee im Burgenland gebaut. 1964 wurde der See erstmals mit Wasser aus dem Rechnitzbach gefüllt und für die Badegäste freigegeben. Umkleidekabinen, ein Buffetgebäude, eine Insel, eine Wasserrutsche, ein Liegesteg und ein Holzsprungturm, kamen über die Jahre dazu. Die Gemeinde vergab das Fischereirecht an eine Fischergemeinschaft. 1993 wurden WC-Anlagen, ein neues Kassehaus und eine Seeterrasse gebaut. Im Winter ist der zugefrorene See ein idealer Eislaufplatz.

Mühlen von Rechnitz

Im Laufe der Jahrhunderte gab es 12 Mühlen in Rechnitz. Da der „Mühlbach“ (Rechnitzbach) ein kleines fließendes Gewässer ist und Wasser bis ins 20. Jhdt. zum Betrieb einer Mühle notwendig war, war man gezwungen, mehrere kleine Mühlen zu bauen. Der Rechnitzbach wurde mehrmals aufgestaut, um den Wasserdruck auf das Mühlrad zu erhöhen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Umstellung auf elektromotorischen Antrieb. Die Simon Mühle im Faludital, ist die einzige Mühle die heute noch im Betrieb ist und zählt zu den ältesten Ortsmühlen. Die ehemalige Fleck Mühle wurde 1993 von Johann „Jimmy“ Taschek erworben. Er begann mit der Sanierung des alten Mühlengebäudes, schuf auf dem Gartengrundstück ein Biotop und baute 1999 ein Mühlrad ein. Die Bertok Mühle (auch Stelzer Mühle genannt) befindet sich heute im Besitz von Frau Dr. Daubrawa und wird als Wohngebäude genutzt. Die übrigen noch bestehenden Mühlen (Reiter Mühle, Werderitsch Mühle und Winkler Mühle) sind im Besitz der genannten Familien und dienen als Wohn- bzw. Wirtschaftsgebäude. In der Kenyeri Mühle findet jedes Jahr ein Kinderzeltlager statt und wird gerne von Schulklassen besucht. Die Reichermühle wird als Ortsvinothek und für Vernissagen genutzt.

Vinothek Reichermühle

Die Reichermühle war früher im Besitz der Familie Reicher und wurde im Jahre 1990, vom Heimatdichter Emmerich Csanits, an die Gemeinde Rechnitz übergeben. 1994 wurde das Gebäude aufwendig renoviert und im Untergeschoß die „Vinothek Reichermühle“ eröffnet. Seitdem können hier die besten und erlesensten Tropfen der Rechnitzer Winzer degustiert und zu „Ab-Hof-Preisen“ erworben werden. Die Weine der Woche können glasweise verkostet werden. Im Obergeschoss sind schöne alte und sehenswerte Möbel der Familie und eine Puppenausstellung zu sehen. Vernissagen des Rechnitzer Kunstkreises werden ebenfalls im Obergeschoss abgehalten.

Stiefelmachermuseum

Eine wahre Rarität ist das im Gemeindeamt untergebrachte Stiefelmacher – oder wie es richtigerweise ungarisch genannt werden müsste „Csizmenmachermuseum“. Es ist das einzige Museum dieser Art in Österreich und weist darauf hin, dass die Zunft der Stiefelmacher in Rechnitz bis zum Zweiten Weltkrieg eine große Vergangenheit hatte. Heute ist dieser Beruf leider fast ausgestorben. Eine komplette Stiefelmacherwerkstätte mit interessanten Werkzeugen und Maschinen, aber auch ein Marktstand, eine Markttruhe, Zunfttruhen usw. sind unter der fachkundigen Führung des Schuhmachermeisters Julius Koch zu besichtigen.

Telefonische Terminvereinbarungen unter 03363/79515 Julius Koch.

Reste der römischen Wasserleitung

Um die 20.000 Einwohner zählende Stadt Savaria (heutiges Steinamanger) ausreichend mit Trinkwasser versorgen zu können, bauten die Römer am Beginn des 3. Jhdt. eine Wasserleitung vom Günsergebirge nach Savaria. Diese 22km lange Leitung liegt frostsicher ca. 1,5m unter der Erdoberfläche und nützt das natürliche Geländegefälle gleichmäßig aus. Die äußerste Quelle befindet sich im Schlosspark von Bozsok. Die Leitung kommt beim heutigen Grenzübergang auf Rechnitzer Gemeindegebiet und führt nach den Zollhäusern über Sé nach Steinamanger. 1933 gab es erste Freilegungen, 1982 erfolgten erneut Grabungen und Vermessungen. Dabei stellte man fest, dass die Leitung mit einem Querschnitt von 40 mal 40cm aus Natursteinplatten gebaut ist, die Abdeckung besteht ebenfalls aus solchen Steinplatten. In der Nähe der Straße nach Bozsok ist ein Teil der 1982 freigelegten Leitung zu besichtigen, der Brunnen in der Weinbergried Rindler. Das Wasser aus der Quelle dieses Brunnens wurde ebenfalls in die vom Günsergebirge kommende römischen Wasserleitung nach Savaria eingespeist. Das heutige Aussehen erhielt der Brunnen im Jahre 1930. Der aus der Römerzeit stammende Löwenkopf wurde bei einem Wolkenbruch freigeschwemmt und auf dem Brunnen anlässlich der Renovierung 1930 angebracht.

 

 



 

Auszeichnungen

4 Sonnen


Auszeichnung 4 Sonnen

Naturparkfreundlicher Betrieb

 


logo naturpark190

Gemeinde Rechnitz

Wappen Gemeinde Rechnitz

Ferienwohnung Erhard & Heidi Bradl ist ein geprüftes Tourismusziel auf Panorama Tourismus Burgenland Guide 3D

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen